Neue Umfrage zu BYOD („Bring Your Own Device“) 2018

Von Robert Nagel am 26.11.2018
Robert Nagel

Der Anteil der Unternehmen, die Mitarbeitern die Verwendung privater Mobilgeräte im Unternehmenskontext gestatten, wird immer größer. Dies geht aus einer neuen Untersuchung des Cloud-Dienstleisters Bitglass hervor. Demnach ist bei 85 Prozent der befragten Firmen der BYOD-Ansatz erlaubt.

Fast 400 IT-Experten zu BYOD befragt

Nach eigenen Angaben befragte Bitglass fast 400 IT-Experten zum Status von „Bring Your Own Device“ (BYOD) in ihren jeweiligen Organisationen. BYOD meint die Nutzung privater mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets im Unternehmenskontext.

BYOD-Umfrage 2018 | everphone

Bitglass ist ein sogenannter „Cloud Access Security Broker“ (lesen Sie hierzu: Was ist ein CASB? ) mit Sitz in Kalifornien. Die BYOD-Umfrage entstand Bitglass zufolge in Zusammenarbeit mit einer namentlich nicht genannten Cyber-Security-Community. Wir fassen die Key Facts der englischsprachigen Studie nachfolgend für Sie zusammen.

Die Studie selbst können Sie auf dieser Landingpage erhalten.
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Ergebnisse der BYOD-Umfrage

Nachfolgend einiger der interessantesten Befragungsergebnisse.

 

Große Mehrheit der Unternehmen erlaubt BYOD

  • Nur 15 Prozent der befragten Unternehmen gestattet BYOD nicht.

  • 76 Prozent der Unternehmen erlauben ihren eigenen Angestellten BYOD.

  • 25 Prozent erlauben ihren Partnern BYOD.

  • 22 Prozent erlauben ihren Kunden BYOD.

 

Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus

  • Für 74 Prozent der befragten Unternehmen ist die Mobilität der Angestellten ausschlaggebend für BYOD.

  • 54 Prozent halten BYOD wichtig für die Mitarbeiterzufriedenheit.

  • 49 Prozent der Unternehmen wollen damit Kosten reduzieren.

 

Sicherheitsbedenken verhindern BYOD

  • Nach den Hemmnissen gegenüber BYOD befragt, antworten 30 Prozent der Befragten mit Sicherheitsbedenken seitens der Unternehmen.

  • 22 Prozent geben an, dass sich Arbeitnehmer in Bezug auf Datenschutz, Kosten und Usability besorgt zeigten und deswegen auf BYOD verzichtet würde.

  • 61 Prozent der Unternehmen gaben Datenlecks als hauptsächliches Sicherheitsbedenken an.

  • Jeweils 53 Prozent der Unternehmen befürchten unbefugten Zugriff auf Unternehmensdaten sowie die Unmöglichkeit, Up- und Downloads im Firmennetzwerk zu kontrollieren.

  • 52 Prozent befürchten den Verlust oder Diebstahl der mobilen Endgeräte.

  • Insgesamt 51 Prozent der Unternehmen gaben die Einschätzung ab, dass im Jahr 2018 die Bedrohungen von Mobilgeräten zugenommen habe.

 

Mangelnde Transparenz/Sichtbarkeit als Sicherheitsproblem

  • 27 Prozent geben an, auf Mobilgeräten bereits Malware entdeckt zu haben.

  • 43 Prozent der Unternehmen wissen nicht, ob dies der Fall ist.

  • Nur 55 Prozent der Unternehmen sind in der Lage, Filesharing-Apps wie zum Beispiel Dropbox zu monitoren.

  • Nur 49 Prozent können nachvollziehen, was in Messaging-Diensten wie etwa Slack geteilt wird.


Mobile Device Management als Gegenmaßnahme

Auf die Frage, welche Maßnahmen zur Mobile Security geplant oder bereits in Umsetzung sei, antworteten die befragten Unternehmen:

  • Remote Wipe (56 Prozent)

  • Mobile Device Management (56 Prozent)

  • Verschlüsselung (50 Prozent)

  • Anti-Viren-Software, Anti-Malware-Software (46 Prozent)

  • Data Loss Protection (42 Prozent)

  • Mobile Application Management (36 Prozent)

 

Schutz privater Nutzungsdaten

Datenschutz ist das Kernproblem sämtlicher BYOD-Szenarien. In Deutschland wird die Einhaltung der DSGVO mittlerweile auch mit Datenschutzkontrollen geprüft.

Dies bezieht sich einerseits auf den Schutz der Unternehmensdaten: Umso erstaunlicher, dass 24 Prozent der Unternehmen angeben, geschäftlichen E-Mail-Verkehr auf den Privatgeräten generell nicht zu schützen.


Andererseits ist der Schutz privater Daten den Arbeitnehmern verständlicherweise ein wichtiges Anliegen. MAM-Anwendungen (MAM = Mobile Application Management), die Eingriffe in die Geräteaktivitäten erlauben und der IT des Arbeitgebers Sicht auf den persönlichen Internet-Traffic, Geodaten und Verzeichnisse oder Dateien erlauben, werden entsprechend skeptisch betrachtet.


  • 37 Prozent der Unternehmen geben daher an, dass der Schutz der Privatsphäre die größte Herausforderung im Zusammenhang mit einem MAM-System ist.

  • 53 Prozent geben an, dass Arbeitnehmer BYOD besser annehmen würden, wenn gewährleistet wäre, dass die IT persönliche Daten nicht einsehen könnte.

  • 63 Prozent der IT-Abteilungen benötigen physischen Zugriff auf die privaten Endgeräte für die Konfiguration. 51 Prozent benötigen die Geräte-PIN. Diese Maßnahmen sind nicht geeignet, die Akzeptanz von BYOD zu erhöhen.

 

BYOD-Umfrage: Zusammenfassung

„Bring Your Own Device“ verbreitet sich immer mehr. Allerdings gilt es, Sicherheits- und Datenschutzfragen gezielt zu adressieren und mit nachhaltigen Lösungen zu beantworten. Dann profitieren sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen von erhöhter Mitarbeitermobilität, Produktivität, Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit.


Den Link zur Studie finden Sie hier:
https://www.bitglass.com/press-releases/2018-byod-report-mobile-security-threats

 

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Themen: Bring Your Own Device, Mobile Device Management, Datenschutz

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