Digitale Tiefkühlkost: Bofrost-CIO Catalin Barbulescu im Digital-Makers-Podcast

von Robert Nagel, am 15.1.2021

Das Unternehmen Bofrost ist den meisten von uns durch den Direktvertrieb von Tiefkühlware bekannt. In unserer neuen Podcast-Folge bei „Digital Makers“ sprachen wir mit Bofrost-CIO Catalin Barbulescu über die Herausforderungen der Digitalisierung bei Minusgraden.

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Wenn man den Namen Bofrost hört, denkt man unwillkürlich an die typischen Kühlwagen und natürlich den sprichwörtlich gewordenen „Bofrost-Mann“. Mittlerweile gibt es aber auch jede Menge Fahrerinnen, die die hungrigen Bofrost-Kunden mit tiefgekühltem Gemüse, Fisch, Fleisch und Backwaren versorgen. Allein in Deutschland sind fast dreitausend Verkaufsfahrzeuge unterwegs (Stand: 12/2020). 

Bofrost in Zahlen

Gesamtzahl Mitarbeiter in Europa 10.668
Gesamtzahl Niederlassungen in Europa 246
Gesamtzahl Verkaufsfahrzeuge in Europa 5.459
Gesamtzahl Kundenhaushalte in Europa 4 Mio.
Gesamtumsatz in Europa 1.215 Mio. €
Mitarbeiter Deutschland  6.022
Niederlassungen in Deutschland 115
Verkaufsfahrzeuge in Deutschland 2.789
Kundenhaushalte in Deutschland 2,2 Mio.
Umsatz in Deutschland 691 Mio. €

 

Bofrost und Corona-Pandemie

Die Pandemiesituation hat die Nachfrage nach der Lieferung von Tiefkühlprodukten natürlich gesteigert. War Bofrost darauf vorbereitet? Und welche Maßnahmen hatte das ehemals katalogbasierte Unternehmen schon vorher für den digitalen Umbau getroffen?

Erfahren Sie im Dialog von Bofrost-CIO Catalin Barbulescu mit everphone-Boss Jan Dzulko, an welcher Stelle Bofrost mit der digitalen Transformation ansetzte und warum der CIO dafür Kisten schleppen musste.

Catalin BarbulescuÜber Catalin Barbulescu

Der IT-Leiter kam Ende 2017 von Tengelmann zum europäischen Marktführer im Direktvertrieb von Eis- und Tiefkühlspezialitäten. Der gelernte Diplom-Ingenieur hat die Digitalisierung bei Bofrost entscheidend vorangetrieben und beeinflusst den laufenden Change-Prozess maßgeblich. Zum Einstieg in das Unternehmen rief er das Projekt „Point of Sale“ ins Leben, wo er in enger Zusammenarbeit mit seinem Team und einer Gruppe von Verkaufsfahrern ein neues All-in-one-Device für den Vertrieb entwickelte: das bo*Tab. Dabei war es dem CIO und seinem Projektteam wichtig, sich von Anfang an regelmäßig mit den Verkaufsfahrern, ihrer Zielgruppe, abzustimmen, um das neue Gerät perfekt auf die Bedürfnisse der User, die täglichen Anforderungen im Business und die Kundenwünsche auszurichten. Mussten Verkaufsfahrer bislang verschiedene, teils veraltete Geräte und Medien in ihrem Touralltag einsetzen, so steht ihnen nun für die Beratung ihrer Kunden an der Haustüre ein Tablet-PC mit neu entwickelter App zur Verfügung, deren Software inhouse entwickelt wurde.

Beim „CIO of the Decade“ 2020 belegte Catalin Barbulescu den 2. Platz in der Kategorie Mittelstand. Mit diesem Award wird der Chief Information Officer geehrt, der sein Unternehmen oder sogar die ganze Branche beeinflusst und das Bild des CIOs geprägt hat. Die Initiative wurde von Confare und EY in Zusammenarbeit mit Superevent gegründet. (Quelle: Bofrost)

 

Das Gespräch beleuchtet die Themen Customer Centricity, Infrastruktur und vor allem die Digitalisierung der Verkaufsfahrer durch die Ausstattung mit modernen Tablets. Hier spielen Herausforderungen wie das digitale Arbeiten mit Handschuhen bei Minusgraden und sogar Details wie Schriftgrößen und Buttons in den unternehmenseigenen Produktivitäts-Apps eine Rolle. Überraschend: Nicht Kälte, sondern Hitze kann zum Problem für die Tablets werden.

Allein in Deutschland sind 2.789 Bofrost-Fahrzeuge unterwegs, deren Fahrerinnen und Fahrer mit dem bo*Tab einen Tablet-PC als grundlegendes Arbeitsmittel nutzen (Foto: Bofrost)

Change Management und UI in der Praxis

Wandel in Unternehmen stößt oft auf interne Widerstände. Wie schafft man es, die Akzeptanz von Nutzern zu steigern – selbst wenn diese nicht unbedingt zu den Digital Natives zählen?

Wie bringt man diese sogar dazu, den Wandel mitzugestalten?

Und wie genau ging Bofrost mit Rückschlägen beim digitalen Wandel um? Nicht mit trockenen und kryptischen Mails mit einfachen Entschuldigungen – so viel sei schon einmal verraten. Mehr erfahren Sie im Podcast.

Hier geht’s zum Digital-Makers-Podcast!

 

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