Firmenhandy: iOS oder Android?

von Robert Nagel, am 12.12.2019

Wenn Sie Ihre Belegschaft mit Firmenhandys ausstatten wollen, gibt es viele Fragen. Eine der grundlegenden ist die des mobilen Betriebssystems – iOS oder Android. Unser Blogartikel hilft Ihnen bei der Entscheidung.

iOS oder Android – was es bei Firmenhandys zu beachten gibt

Smartphones sind die denkbar „persönlichsten“ Firmengeräte: Wir haben sie immer dabei, speichern neben Arbeitsmails und -kontakten aber auch Familienfotos und Party-Pics auf ihnen und nutzen sie als persönlichen Assistenten und Kommunikationszentrale.

iPhone vs. Android

Der Identifikationsgrad mit den Geräten ist entsprechend hoch – und die Frage nach dem mobilen Betriebssystem ist zu einer hochemotionalen geworden. So gibt es im Netz hunderte Memes, die diese „Glaubensfrage“ behandeln. 

 
Dieser Cartoon thematisierte bereits 2010 die Verachtung verschiedener Nutzergruppen füreinander

Einige der witzigsten Memes finden Sie hier: Android oder iOS (120 Memes). Sicher muss man die humoristischen Bildchen nicht allzu ernst nehmen – trotzdem bleiben sie ein Indikator dafür, wie aufgeladen das Thema ist.

Apple vs. Android
iOS oder Android auf dem Diensthandy? Da kochen die Gemüter schnell hoch

In Bezug auf das Firmenhandy bedeutet dies entsprechend: Hier kann man auch viel falsch machen, zum Beispiel, wenn man Apple-Fans mit Android-Devices ausstattet (und natürlich andersrum).

Wussten Sie schon? Sie können Firmenhandys auch flexibel mieten und Ihre Mitarbeiter selbst über Betriebssystem und Modell entscheiden lassen. Erfahren Sie hier mehr zur Mitarbeiterzufriedenheit im Zusammenhang mit Diensthandys.

Vergleichen wir aber zunächst außer den persönlichen Vorlieben der Anwender die harten Fakten: Wo liegen für Diensthandys die Vor- und Nachteile bei Apple oder Android?

Sicherheit bei Apple-Geräten vs. Samsung & Co

Im Unternehmenseinsatz ist die Datensicherheit natürlich ein ganz heißes Eisen. Kann man nun pauschal das altehrwürdige Vorurteil bestätigen, Android sei als Open-Source-System prinzipiell unsicherer als das mobile Betriebssystem iOS? Nein, kann man nicht (mehr).

Mobile Security everphone
Firmenhandys müssen sicher in die Infrastruktur des Unternehmens eingebunden werden

Sicherheitslücken

Was die App-Sicherheit angeht, sind zwar tatsächlich iOS-Apps sicherer, weil Apple den Zugang zum App-Store sehr restriktiv handhabt.

Aber nichtsdestotrotz gibt es auch iPhone-Sicherheitslücken. Die Analysten von Gartner bewerten in einem Report von 2017 Android-Geräte sogar mit einem höheren Security-Index (13 von 19) als die von Apple (11 von 19).

Fakten:

  • Es gibt fast doppelt so viele Android-Apps als Anwendungen in Apples App Store
  • Die erdrückende Mehrzahl von Malware-Attacken zielt auf Android-Apps.
  • Sicherheits-Layer wie etwa die Containerisierungs-App „Knox“ von Samsung erhöhen aber systematisch Datenschutz und -sicherheit auch unter Android
  • Der Zugang zu Apps lässt sich auf Firmengeräten über die Verwendung einer MDM-Software steuern. MDM-Lösungen gibt es sowohl für Android als auch iOS. Lesen Sie mehr dazu und einen Anbietervergleich in unserem MDM-Whitepaper.

Datenabfluss bei Geräteverlust/Diebstahl

Falls das Firmenhandy gestohlen wird, sollten Daten von Kunden und Geschäftsprozessen natürlich keinesfalls Cyber-Kriminellen in die Hände fallen. Sowohl unter iOS als auch unter Android finden sich entsprechend Möglichkeiten zur Ortung des abhandengekommenen Geräts. Außerdem gibt es die Möglichkeit zur Datenlöschung aus der Ferne (Remote Wipe), um ungewolltem Datenabfluss entgegenzuwirken. Hier nehmen sich Android und iOS nichts.

Betriebssystem-Updates

Bei den Aktualisierungen des Betriebssystems hat Apple klar die Nase vorn. Auch wenn die Rollouts der größeren iOS-Updates immer wieder mal Schwächen zeigen und für Unmut bei Nutzern sorgen (aktuelles Beispiel: Apple fixt nervige Bugs unter iOS 13.2.3), ist der Anteil der Geräte mit dem neuesten Betriebssystem bei iOS-Geräten insgesamt klar höher. Apple unterstützt seine mobilen Endgeräte in der Regel für eine Dauer von vier bis fünf Jahren mit iOS-Updates.1

Als Android-Nutzer gewöhnt man sich irgendwann an die monatlichen Sicherheits-Patches. Android-Updates leiden insgesamt darunter, dass hier auch die Gerätehersteller, teilweise sogar die Chiphersteller und andere Zulieferer, eingebunden werden müssen. Das verlangsamt die Update-Rollouts entschieden und erschwert die Übersicht, welche Geräte aktuell welche Android-Version unterstützen.2 

Bei beiden Betriebssystemen lassen sich via MDM-Software und geeigneter Integrationstiefe die Betriebssystem-Updates auch erzwingen („forced Update“). Das kann hilfreich sein, wenn Nutzer aus Unsicherheit oder anderen Gründen die Updates verschieben.

Firmenhandy-Kosten

Apple-Geräte sind und waren schon immer notorisch hochpreisig. Für die aktuellen Flaggschiff-Modelle ruft Apple weit über tausend Euro auf: Beim iPhone 11 Pro Max mit 512 GB Speicher verlangen die US-Amerikaner sage und schreibe 1.649 Euro. Entscheidet man sich für das erweiterte Service-Paket („AppleCare+“) kostet das neueste iPhone sogar 1.878 Euro. Und selbst das älteste auf der Website aktuell angebotene iPhone-Modell (iPhone 8) gibt es erst ab 529 Euro.

shut up and take my money

Im Gegensatz hierzu gibt es zahlreiche Hersteller von Android-Geräten, darunter natürlich Google selbst mit seinen Pixel-Geräten und der koreanische Hersteller Samsung. Auch chinesische Hersteller wie Huawei, HTC oder Xiaomi bieten Android-Devices an.

Dabei offerieren die meisten auch Einsteiger- und Mittelklassemodelle. Einige Geräte sind für unter 200 Euro zu haben. Diese verfügen dann natürlich nicht über die leistungsstärkste Hardware und einen brandaktuellen Chipsatz. Für Anwender mit moderaten Ansprüchen sind sie jedoch vollkommen ausreichend.

Ein Beispiel für ein solches Modell wäre das Galaxy A50 von Samsung: Hier erhalten Käufer für rund 250 Euro (Stand: Januar 2020) ein leistungsstarkes Android-Gerät mit Triple-Frontkamera, Dual-SIM, einem 2,3-GHz-Octa-Core-Prozessor und 128 GB internem Speicher, der sich noch dazu per Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitern lässt. Viel Smartphone für wenig Geld, also. 

Da bei der Auswahl eines Firmenhandys die Kosten natürlich auch eine Rolle spielen, rücken solche günstigen Geräte schnell in den Fokus von Procurement- und IT-Abteilungen. Je nach Anzahl der benötigten Geräte macht die Spanne von 200 bis 1.640 Euro einen gewaltigen Unterschied. 

Kostenkontrolle für Firmenhandys

Eine Möglichkeit, Kosten für Firmenhandys zu linearisieren, ist die Firmenhandy-Miete. Hier können Unternehmen die Geräte nach Bedarf anschaffen und zurückgeben, wenn zum Beispiel der jeweilige Mitarbeiter ausscheidet.

Zudem gibt es über Mitarbeiterzuzahlungen die Möglichkeit, die Kosten unter Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzuteilen oder sogar ganz vom Angestellten tragen zu lassen (dieser kommt bei einem Bruttolohnverzicht dann immer noch sehr günstig an ein High-End-Gerät). Das Konzept nennt man Co-Payment.

Line-up-2020
Beispiel-Portfolio für Firmenhandys mit möglichem Co-Payment. Der Beitrag der Firma lässt sich flxibel variieren

Ein Rechenbeispiel: Ein iPhone 11 mit 128 GB Speicher kostet neu 849,- Euro. Das Servicepaket „AppleCare+“ für 24 Monate kostet weitere 169,- Euro. Die Summe von 1.018,- Euro müssten die Nutzer aus ihrem Nettogehalt bezahlen.

Im Vergleich dazu bezahlt ein Mitarbeiter bei einer Firmenhandy-Miete für das gleiche Smartphone bei einer Laufzeit von 24 Monaten nur 815,76 Euro – und das wohlgemerkt aus dem Bruttogehalt und inklusive weiterer Service-Features. Wenn Sie Näheres hierüber erfahren möchten, senden wir Ihnen gerne unsere Preisliste zu.

Fordern Sie hier unsere Preisliste an!


Usability

Kommen wir nun zur Nutzerfreundlichkeit. Einen globalen Vergleich von iOS- und Android-Features, von Speichergrößen, Kameraeigenschaften, Kompatibilität etc. möchte ich hier natürlich nicht anstrengen.

Wenn Sie sich für detaillierte Produktinformationen interessieren, empfehle ich Ihnen unsere Produktseiten:

  1. Geräteübersicht iPhones
  2. Geräteübersicht iPads
  3. Geräteübersicht Android-Smartphones
  4. Geräteübersicht Android-Tablets

Denn eigentlich gibt es nur eine Usability-Regel: Was nutzerfreundlich ist, entscheidet der Nutzer selbst. Nicht der Geschäftsführer, nicht die IT, nicht das Procurement.

IT bestimmt Ausstattung_everphone

Daher ist es auch nicht opportun, eigene Vorlieben oder Erfahrungen auf die gesamte Belegschaft zu projizieren. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbst wählen. Bei everphone nennen wir diesen Ansatz, der im Übrigen zu enormer Nutzerakzeptanz und erhöhter Produktivität führt, „Choose Your Own Device (CYOD)“.

So wählen Sie richtig zwischen iOS und Android

Im Sinne von CYOD muss es entsprechend heißen: Sie wählen gar nicht zwischen iOS und Android. Am besten trifft diese Entscheidung der Mitarbeiter, der das Smart Device dann auch im Alltag nutzt.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie Ihren Kollegen diese Wahl ermöglichen, beraten wir Sie gerne. Nehmen Sie hier zu uns Kontakt auf.

Weblinks: iOS vs. Android für Firmengeräte

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