Mitarbeiter im Home Office motivieren

von David Steinig, am 22.4.2020

Wie lassen sich Mitarbeiter im Home Office motivieren? Wie finden Angestellte auch im heimischen Büro Möglichkeiten zum Ausgleich? Im durch die Corona-Pandemie bedingten „Lockdown“ ist die Frage drängender denn je. 

Businesswoman sitting in lotus pose against app room

Home Office und Produktivität

Selten wurde so viel über Home Office gesprochen wie in letzter Zeit: Die Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Krise zwangen tausenden deutschen Unternehmen Veränderungen auf.

Aus unternehmerischer Sicht erfolgen diese Betrachtungen meist aus dem Blickwinkel der Produktivität: Haben die Mitarbeiter die richtige IT-Infrastruktur zuhause? Können sie sich selbst gut organisieren? Und wie sieht's mit der internen Kommunikation aus, wenn der direkte Austausch mit den KollegInnen nicht mehr möglich ist?

Jeder Arbeitnehmer ist anders

Hier tickt jeder ein bisschen anders. Der eine bevorzugt auch im Büro ein kurzes Telefonat, die andere hat es lieber gleich Schwarz auf Weiß verschriftlicht. Das wirkt sich natürlich im weitgehend selbst organisierten Home-Office-Arbeitstag nochmal deutlicher aus. Einige fühlen sich einsam und verinselt, andere laufen zur Hochform auf. Entsprechend sind einige der Überzeugung, zuhause schneller und effektiver zu arbeiten, weil Ablenkungen durch die Kollegen wegfallen. Andere lassen sich aber daheim leichter ablenken, prokrastinieren oder werden von den ja auch anwesenden Kids bei der Arbeit unterbrochen.

Young woman bored at her desk in the office
Produktives Arbeiten: Nicht jeder fühlt sich im Home-Office produktiv

Auch Motivation steigert die Produktivität

Betriebliche Maßnahmen – auch bei everphone – zielen in einem ersten Schritt häufig auf eine rein prozessual verstandene Produktivitätssteigerung: So werden etwa Monitore zu den Mitarbeitern nach Hause verschickt, um die heimische Technik aufzupäppeln oder neue Tools implementiert, um die Echtzeit-Kommunikation zwischen den Mitarbeitern zu erleichtern. Das ist natürlich auch wichtig, und mit unseren Sofort-Home-Office-Paketen haben wir uns bemüht, Unternehmen genau dabei unter die Arme zu greifen.

„Wie geht es dir eigentlich?“

Dabei ist uns aber eines aufgefallen: Im beruflichen Kontext erfahren wir meist nur am Rande, wie es den Kolleginnen und Kollegen im Home Office eigentlich geht, wenn der Bildschirm aus ist. 

Wir alle widmen einen großen Teil unserer Lebenszeit dem Unternehmen, für welches wir arbeiten. Deswegen sehe ich auf Unternehmensseite auch eine gewisse Verantwortung, die Mitarbeiter im Home Office zu begleiten. Hinzuschauen. Das heißt, nicht nur zu wissen, wie es den Angestellten geht, sondern darauf auch passend zu reagieren. Mit dieser Information umzugehen.

Kein Kino, kein Konzert, kein Bierchen: Wenn der Ausgleich fehlt

Wir haben mit unseren Kollegen und Partnern gesprochen und dabei festgestellt, wie vielschichtig Probleme im Home Office sein können. Während einige verstärkt Unruhe spüren und sich Sorgen darüber machen, wie es allgemein weitergeht, fehlt anderen besonders der Gang ins Fitnessstudio. Wiederum andere vermissen Konzerte am Wochenende, den Gang ins Museum oder das gesellige Beisammensein bei einem Kaltgetränk.

Unser Lockdown-Fazit: Jeder reagiert auf diese für uns alle anstrengende Situation anders.

Remote-Motivation

Wir haben deshalb überlegt, wie wir als Unternehmen diesen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden und unsere Mitarbeiter unterstützen können. Schnell kam dabei die Idee: Abseits der Produktivität sollten wir ihnen etwas „schenken“, was sie auf andere Gedanken bringt. Einen Ausgleich, der sie motiviert und gleichzeitig ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wird. Als Start-up für Smartphones dachten wir dabei natürlich auch daran, ob und wie mobile Endgeräte dafür genutzt werden könnten. Und hier kommen Apps ins Spiel.  

One Size fits all? Nö.

Einfach unternehmensweit etwas auszurollen, zum Beispiel eine Sport-App, klingt zunächst nach einem guten und einfach umsetzbaren Einfall. Trotzdem haben wir diese Idee aber recht schnell wieder verworfen: Eine Sport-App für Kurse daheim ist zwar für Fitness-Freaks super, aber uninteressant für Menschen, die auch in „normalen“ Zeiten wenig Fokus auf Sport legen.

Business man doing push-ups isolated over white
Nicht jeder möchte aus dem Home Office auch ein Fitnessstudio machen

Erst recht wollten wir unsere Kollegen auch nicht oberlehrerhaft zu mehr Bewegung drängen. Ähnliche Gedanken hatten wir auch bei anderen App-basierten Angeboten wie zum Beispiel bei Entspannungs- oder Meditations-Apps. Damit können eben nicht alle etwas anfangen. 

Apps als Mitarbeitervorteil

Wir haben uns schlussendlich dazu entschieden, unsere Mitarbeiter einfach selbst auswählen zu lassen, was sie in dieser Situation am besten unterstützt.

Deswegen haben wir fünf Kategorien festgelegt und für jede Kategorie eine App ausgewählt, die wir für führend in dem Segment halten. Unsere Kategorien::

  • Sport
  • Meditation
  • Gehirntraining
  • Bücher
  • Spracherwerb 

Unser MDM-System und unsere Geräteverwaltung bei everphone erlaubt es uns, diese Apps in kostenfreier Version auf den Smartphones unserer Mitarbeiter zu installieren.

Jeder einzelne kann sich anschließend die Vor- und Nachteile genau betrachten und überlegen, worauf er in seiner Freizeit trotz Ausgangssperre in den kommenden Wochen verstärkt seinen Fokus legen möchte: ein paar Cardio-Übungen, doch lieber die Spanischkenntnisse aufpolieren oder gar am Allgemeinwissen feilen?

Ist die Entscheidung getroffen, kann sich jeder eine Premium-Version auswählen, die Kosten dafür (meist wenige Euro pro Monat) trägt das Unternehmen. Möchte der Mitarbeiter nach einer Weile ein anderes Produkt auswählen, kann er dieses entsprechend tun. Damit hoffen wir, einen kleinen Beitrag für das Wohlbefinden unserer Kollegen leisten zu können.

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